Die Plassenburg wurde
erstmals 1135 erwähnt. Graf Berthold II. von Andechs war vermutlich
der Erbauer der Burg. Zunächst war die Burg der zentrale Rückhalt
für die meranischen Herrscher am Obermain und im Frankenwald. Um
1530 begann Markgraf Georg der Fromme zu Brandenburg die Plassenburg
zur Festung auszubauen. In rund zehn Jahren Bauzeit entstanden drei
mächtige Geschützrondelle, unter denen die "Hohe Bastei"
ihresgleichen im deutschen Sprachraum suchte. Nachdem Markgraf
Albrecht Alcibiades zu Brandenburg 1541 die Regierung im Fürstentum
Brandenburg-Kulmbach übernommen hatte, wurde die Ausbauplanung der
Plassenburg geändert. Um 1550 beschäftigte der Markgraf einen
italienischen Baumeister mit 150 italienischen Maurern, die ihm drei
moderne italienische Bastionen in die Gräben der Plassenburg bauten.
Sie ist eine der
imposantesten Burganlagen Deutschlands und Wahrzeichen der Stadt.
Die Anlage ist eines der größten Renaissancegebäude Deutschlands und
galt über lange Zeit als Vorbild im Festungsbau.