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In einem zwischen 881 und 899 entstandenen Zehntverzeichnis
des Klosters Hersfeld wird Querfurt als zehntpflichtiger Ort
Curnfurt im Friesenfeld erstmals urkundlich erwähnt,
und in einer Urkunde Kaiser Ottos II. von 979 erstmals mit
castellum betitelt. Die dortige Burg war seit dem 10.
Jahrhundert Stammsitz der Edelherren von Querfurt. Aus dem
10. Jahrhundert stammen auch die Spuren der ältesten
erhaltenen Bausubstanz, bei der es sich um Teile der inneren
Ringmauer und des Korn- und Rüsthauses handelt. Seit dem 10. Jahrhundert war die Burg Stammsitz
der Edlen Herren von Querfurt, eines mit den Ottonen
verwandten sächsischen Adelsgeschlechtes. Eine der
bedeutendsten Vertreter dieser Familie war der Heilige
Brun von Querfurt, der 1009 den Märtyrertod erlitt,
wesentlichen Anteil an der Christianisierung Russlands hat
und neben Thietmar von Merseburg ein bedeutender Chronist
war. Der Familie gelang es, die Grafschaften Mansfeld
und Seeburg, sowie die Herrschaft Schraplau in Besitz zu
bringen. Weitere hervorragende Persönlichkeiten: Kaiser
Lothar von Supplinburg (1125 deutscher König, 1133 deutscher
Kaiser), Konrad I. von Querfurt (Erzbischof von Magdeburg,
der seiner Familie das Burggrafenamt übertrug), Konrad II.
von Querfurt (unter Kaiser Heinrich VI. Reichskanzler, Legat
für ganz Italien, Apulien und Sizilien, Fürstbischof von
Würzburg), Meinhard von Querfurt. Anfang des 12. Jahrhunderts erfolgte der Bau des
Dicken Heinrichs, dem Anfang des 13. Jahrhunderts die
Errichtung des Marterturms und Anfang des 14.
Jahrhunderts der Bau des Pariser Turms folgten. Um
1350 kam die äußere Ringmauer hinzu. Während des 15. Jahrhunderts wurden vor allem
fortifikatorische Veränderungen vorgenommen. Die Bastionen
und das Westtor stammen aus der Zeit von 1460 bis 1490. Nach
dem Tod des letzten Burgherrn Bruno IX. von Querfurt 1496
wurden Querfurt und seine Burg als Lehen des Erzbistums
Magdeburg eingezogen. Anschließend ließ Albrecht von
Brandenburg 1528 und 1535 bauliche Veränderungen an der
Anlage vornehmen. Gegen Ende des Dreißigjährigen Krieg, von 1640 bis 1642
wechselte die als uneinnehmbar geltende
Festung nach heftigen
Belagerungen und Beschießungen mehrfach den Besitzer.
Die sich anschließende Besatzungszeit der Schweden dauerte
von 1642 bis 1650. Im Jahr 1663 machten die
reichsunmittelbaren
Fürsten von
Sachsen-Querfurt die Anlage zu ihrer
Residenz und damit Querfurt zur Hauptstadt ihres
Territoriums. Von 1660 bis 1668 wurde deshalb das sogenannte
Fürstenhaus erbaut.
Quelle: Museum Burg Querfurth
BURGTYP:
Höhenburg
ADRESSE:
06268 Querfurt Burgstraße
Saalekreis
MUSEUM:
nein
GASTRONOMIE:
ja
HOTEL/PENSION:
keine
Übernachtungsmöglichkeiten
BESICHTIGUNG:
Burggelände ist frei
zugänglich
BESONDERHEITEN:
Kostenloser Parkplatz vor
dem Burggelände. Es besteht die Möglichkeit an Führungen teilzunehmen,
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Burg Querfurt_01 www.burg-querfurt.com
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Burg Querfurt_02 www.burg-querfurt.com
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Burg Querfurt_03
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Burg Querfurt_04
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Burg Querfurt_05
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Burg Querfurt_06 Südseite: Marterturm
(Wohnturm) lks Bergfried
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Burg Querfurt_07 Der ehemalige Wohnturm
(Marterturm)
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Burg Querfurt_08
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Burg Querfurt_09 lks der Bergfried (Dicker
Heinrich)
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Burg Querfurt_10 Bastion Südseite
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Burg Querfurt_11 Bastion Südseite - Graben
lks
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Burg Querfurt_12
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Burg Querfurt_13 Bastion Südseite
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Burg Querfurt_14
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Burg Querfurt_15 Burgkapelle
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Burg Querfurt_16 Brauhaus, Marterturm
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Burg Querfurt_17 rechts Fürstenhaus
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Burg Querfurt_18
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Burg Querfurt_19 Mitte: Fürstenhaus
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Burg Querfurt_20
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Burg Querfurt_21 Korn - und Rüsthaus
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Burg Querfurt_22
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Burg Querfurt_23
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Burg Querfurt_24 Der Dicke Heinrich
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Burg Querfurt_25
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