Als einziger Überrest der Rogätzer
Burg, die unter den Sachsenkaisern im 10. Jahrhundert als
Grenzbollwerk gegen das Slawentum erstand, ragt der Klutturm, ein
urzeitliches Monument, heute über Strom und Land. Die erste Urkunde
über den Ort Rogätz stammt aus dem Jahr 1144, in der König Konrad
III. bestätigte, dass Graf Otto von Hillersleben dem Bischof von
Havelberg das Dorf Rogätz schenkte. In den Folgejahren blieb die
Oberhoheit über die Burg zwischen den Markgrafen von Brandenburg und
den Erzbischöfen von Magdeburg umstritten, bis sie schließlich im
Vertrag von Zinna 1449 dem Erzbistum Magdeburg zugesprochen wurde.
Im dreißigjährigen Kriege 1625 eroberten die Kaiserlichen die
Burg, die dann im folgenden Jahr von den Dänen unter General Fuchs
und Ernst von Mansfeld zurückerobert wurde. Dabei gingen die Gebäude
in Flammen auf. Die Burg wurde nicht wieder aufgebaut.
Burg Rogätz präsentiert sich heute
nur noch mit dem Klutturm, dem einzig erhaltenen Gebäude.