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Das charakteristische Bild der Burg wird durch die weithin sichtbaren beiden runden Bergfriede gebildet, deren Mauerstärke etwa zwei Meter beträgt. Im Mauerwerk des Westturms befindet sich eine mittelalterliche Abortanlage und ein Kamin. Beide Burganlagen liegen stromaufwärts der Saale oberhalb von Bad Kösen im Ort Saaleck des Burgenlandkreises in Sachsen-Anhalt. Die Burg Saaleck grenzt südlich an diesen Ort an, der Namensgeber ist. Die Burg ist nur noch als Ruine erhalten und als Ausflugsziel beliebt. Im Jahr 1140 werden mit Hermannus advocatus de Salek erstmals die Edelfreien von Saaleck urkundlich genannt, die in der Folgezeit sowohl im Gefolge des Naumburger Bischofs als auch des Landgrafen von Thüringen und des Markgrafen von Meißen erscheinen. Bauherren der Burg waren vermutlich die Thüringer Landgrafen. Um 1220 gelangte die Burg an die Schenken von Vargula. Die Türme und Teile der äußeren Umfassungsmauer dürften noch aus dem späten 12. Jahrhundert stammen. Deutlich wird dies insbesondere bei dem Westturm, der aufgrund der sorgfältige Steinbearbeitung und Ausstattung mit Kamin und Abort in diese Zeit zu datieren ist. Auch der Ostturm ist im Kern noch romanisch, wurde aber etwa ab Oberkante der ehemaligen Ringmauern in gotischer Zeit neu errichtet bzw. wurde zumindest seine Außenhaut erneuert. Bislang kaum erforscht sind die umfangreichen Außenanlagen, von denen nur noch geringe Mauerspuren erkennbar sind. Angeblich sollen sie das Dorf Saaleck mit umfasst haben.
BURGTYP:
Höhenburg |