Baubeginn der Burg war in der ersten
Hälfte des 12. Jahrhunderts, ob durch den Magdeburger
Erzbischof oder als Reichsburg ist nicht gesichert. 1149
taucht sie in den Quellen auf als Lehen des Hermann von
Stahleck, der seinen Rivalen um die Pfalzgrafschaft bei
Rhein, Otto II. von Rheineck, auf dieser Burg ermorden ließ.
Im 14. Jahrhundert kam die Burg an Kurtrier.
Den
Abschluss des Ausbaus bildete der Hohe Mantel, eine
Schildmauer aus der ersten Hälfte des 14. Jahrhunderts,
mutmaßlich errichtet unter Balduin von Trier.
Die mächtige Schildmauer (Hoher
Mantel) mit Rundbogenfries ist in dieser Form einzigartig.
Der Bau wird 1357 erstmals erwähnt. Die Mauer bricht dreimal
im stumpfen Winkel und deckt somit den Großteil der Burg
gegen die Angriffseite. Entlang dieser Mauer betritt man den
Innenhof der Burganlage. An der Innenseite der Schildmauer
befinden sich zwei Blendarkaden-Zonen mit Schießscharten.