Die Stapelburg  

Die Stapelburg wurde als Straßenschutzburg und Zollstätte vor dem Jahre 1306 durch die Grafen von Wernigerode an der Heerstraße, die ihr Stammschloss mit der bedeutenden Reichs- und Bergstadt Goslar verband, errichtet. Das niedersächsische Wort „ Stapel“, Gerichtssäule, Stufe oder auch Grenze, lässt auf eine Zollrechtstätte für das Wernigeröder Herrschaftgebiet schließen. Im Jahre 1306 wird die Stapelburg als festes Schloß „Slot Stapelborch“, 1470 „Stapelnborch“ und später als „Stapenborch“ bezeichnet. Die Burg wurde mehrfach verpfändet und gelangte 1394 durch Kauf für 600 Mark in den Besitz des Bistums Halberstadt. Vom Bischof Johannes von Halberstadt nahm Graf Botho zu Stolberg am 25. Januar 1432 dessen Schloss Stapelburg nebst Zubehör als Pfand in Empfang, nachdem es bereits zuvor an den 1429 verstorbenen letzten Wernigeröder Grafen verpfändet gewesen sein soll. Stapelburg wurde jedoch vom Bistum Halberstadt wieder eingelöst und an Heinrich von Bila weiterverpfändet, der letzter Pfandinhaber war, bevor Stapelburg von Bischof Gebhard von Halberstadt am 4. Juni 1463 für 200 Rheinische Gulden auf Lebenszeit – also bis 1511 – an Graf Heinrich (d. Ä.) zu Stolberg verpfändet wurde. In dessen letzten Lebensjahren war die Stapelburg ziemlich verfallen. Nach Aussagen der dort ansässigen Bewohner sollen neben dem bereits restaurierten Kellergewölbe (Bild 8 und 11 Zugang zum Keller) noch andere erhaltene Burgteile unter dem Boden begraben sein. Doch bisher wurde diesbezüglich nichts unternommen.

BURGTYP:   Niederungsburg
ADRESSE:  
38871 Ilsenburg-Stapelburg Landkreis Harz
MUSEUM:    nein
GASTRONOMIE:    nein
HOTEL/PENSION:   keine Übernachtungsmöglichkeiten
BESICHTIGUNG:    Burggelände frei zugänglich
BESONDERHEITEN:   Die Stapelburg liegt unmittelbar an der Grenze zu Niedersachsen am Ausgang des Eckertales an der Bundesstraße 6 rund vier Kilometer nördlich von Ilsenburg und südlich des Schauener Holzes. Ein Keller wird bei Festivitäten als Burgschänke genutzt.

Stapelburg
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besucht August 2009