Der Name
Vehlefanz könnte sich aus den slawischen Wörtern „velij“ =
groß und „vas“ = Bart ableiten. Neben einem künstlich
aufgeschütteten Erdberg ist heute nur noch die Ruine eines
Turmes mit einem kleinen Mauerstück aus Backsteinen von der
Wasserburg des 14. Jahrhunderts vorhanden. Südlich des Dorfes befindet sich ein
künstlich aufgeschütteter Berg (Bosselberg), der wohl auch
slawisches Material enthält. Auf ihm stand eine – vermutlich
in die Zeit der askanischen Besiedlung zurückgehende –
frühdeutsche Burg. Ob diese Burg Wohnsitz des in der Mitte
des 13. Jahrhunderts mehrfach urkundlich erwähnten Ritters
Buchard von Vehlefanz – Sohn des Spandauer Vogtes Albrecht –
war, ist unklar. Außer dem Burgberg sind heute keine Reste
dieser Burg mehr vorhanden. Erster urkundlich
nachweisbarer Besitzer des Dorfes ist Marquard von
Lauterbach. 1355 erwirbt Kopke von Bredow das Dorf.
Spätestens seit 1375 befand sich das Dorf im Besitz der
Familie von Redern. Die Herren von Redern lassen für die
alte – inzwischen wohl nicht mehr bewohnbare – Hochburg eine
neue Wasserburg errichten. In der Nähe der Burg schlägt 1412
der Nürnberger Burggraf Friedrich VI. von Hohenzollern (von
1415 bis 1440 als Friedrich I. Kurfürst von Brandenburg) die
pommerschen Herzöge Otto und Kasimir.
Als Ersatz für die Wasserburg wurde 1786 ein neues
Amtshaus errichtet. Für diesen Neubau wurden vermutlich auch
Steine der bisherigen Wasserburg verwendet. Das neue
Amtshaus diente 1812 Napoleon kurzfristig als Hauptquartier.