Burg Wendelstein  

Burg Wendelstein liegt in Memleben Ortsteil Wendelstein im Burgenlandkreis im südlichen Sachsen-Anhalt, der nach der – teilweise sanierten und bewohnten – gleichnamigen mittelalterlichen Burgruine aus dem 14. Jahrhundert benannt ist. Burg und Ortschaft Wendelstein liegen auf einer Anhöhe, die unmittelbar an der Unstrut schroff abfällt. Die Burg Wendelstein, ca. 5 km nordwestlich von Memleben gelegen, ist wegen ihrer beherrschenden Lage über dem Unstruttal bereits in vorgeschichtlicher Zeit besiedelt gewesen (Wallreste an der Nordwestseite des Berges), aufgrund fehlender Forschungen liegt die frühe Geschichte der Burg jedoch im Dunkeln. Ebenso ungeklärt ist die Lokalisierung der wichtigen Pfalz Memleben, die im Zusammenhang mit dem Tod König Heinrichs I. im Jahr 936 erwähnt wird, von der bisher aber keine Spuren gefunden wurden. Der Wendelstein könnte als Standort bzw. als Schutzburg der Pfalz in Frage kommen, älteste erhaltene Bauteile der Burg stammen aber erst aus dem 15.-16.Jh.

Urkundlich bezeugt ist die Burg erstmals 1312 unter den nachgelassenen Besitzungen der Grafen von Rabiswalde, als Wendilsteyn 1322. Sie gehörte zunächst den Grafen von Weimar, diese mussten sie aufgrund ihrer hohen Schulden an den landgräflichen Hofrichter Christian von Witzleben verkaufen. Durch diesen erfolgte der Ausbau. Der älteste Teil der Burg mit trutzigen Mauern und Türmen ist dem Westflügel vorgelagert, hier sind auch Reste einer romanischen Kapelle zu besehen. 1560 und 1590 erfolgten weitere Umbauten zum Wohnschloss. Der aus der späten Renaissancezeit stammende Nordflügel ist nur noch teilweise erhalten, bietet aber immer noch ein imposantes Bild. Die Burganlage wird von einem stattlichen, in mehreren Stufen abfallenden Burggraben umgeben, der wiederum von einem Wall mit Kasematten abgegrenzt wird. 1623 geriet Wendelstein in den Besitz des Kurfürsten Johann Georg I. von Sachsen. Während des Dreißigjährigen Krieges wurde sie 1632 von den Pappenheimern, 1632 und 1640 von den Schweden verwüstet, danach wurden nur noch einfachere Fachwerkbauten errichtet. Im 18. Jahrhundert entstand eine weithin berühmte Pferdezucht aus Pferden polnischer, türkischer und tatarischer Rassen. Während der Freiheitskriege wurde das Gestüt am 26. Mai 1813 durch Lützower Jäger unter einem Kommando von Theodor Körner seiner Pferde beraubt. Das Gestüt wurde nicht wieder besetzt; nachdem Wendelstein 1815 Preußen zugeschlagen wurde, verfiel die Domäne.

Quelle: wikipedia

BURGTYP:   Höhenburg
ADRESSE:    06642 Memleben, Theodor-Körner-Straße Burgenlandkreis
MUSEUM:     nein
GASTRONOMIE:    nein
HOTEL/PENSION:   nein
BESICHTIGUNG:     Burggelände ist frei zugänglich
BESONDERHEITEN: 

Burg Wendelstein
Burg Wendelstein_01

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Burg Wendelstein_02

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Burg Wendelstein_03

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Burg Wendelstein_04   Das Torhaus hinter dem Graben

Burg Wendelstein_04 Das Torhaus hinter dem Graben

Burg Wendelstein_05

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Burg Wendelstein_06

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Burg Wendelstein_07

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Burg Wendelstein_09    Schlossgebäude der Oberburg

Burg Wendelstein_09 Schlossgebäude der Oberburg

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Burg Wendelstein_21

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Burg Wendelstein_24

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Burg Wendelstein_27

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Burg Wendelstein_29

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Burg Wendelstein_30

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besucht August 2010