Urkundlich erwähnt wurde der
Ort das erste Mal 1267 als „Badinghe“. Ab dem Jahre 1270 gehörte der Ort zum
Bistum Brandenburg. Vom 13. bis zum 15. Jahrhundert war der Ort im Besitz der
Familie von Badingen, die im Schloss Badingen wohnten. Der Besitz wechselte 1460
zu Hans von Bredow auf Friesack, im Jahre 1536 an den Kürfürsten von
Brandenburg, der es 1551 an die von Trott vermachte. Früher war das Badinger
Schloss eines der ältesten Renaissanceschlösser der Mark Brandenburg, wie sie
vor dem Dreißigjährigen Krieg auf dem Lande errichtet wurden.
Älteste Zeugen sind insbesondere die Reste der
Mauern und Türme der einst den ganzen Bereich umgebenden Wehranlagen.
Das Schloss, erscheint als ein schmuckloser Bau und liegt mit der dazugehörigen
Kirche aus Feldsteinen etwas versteckt hinter den Resten einer einst stattlichen
Mauer in der Dorfstraße. Hinter dem starken Mauerwerk des Schlosses verbergen
sich im Erdgeschoß Räume, deren Stern- und Netzrippengewölbe aus der 2. Hälfte
des 16. Jahrhunderts stammen. Noch heute besteht das Mauerwerk aus einem Gemisch
von Back-und Feldsteinen. Die frühste, heute noch erhaltene bildliche
Darstellung des ursprünglichen Schlosses stammt aus dem Jahre 1652. Auf diesem
Kupferstich von Merian ist das Schloss wie vermutlich schon zur Zeit des
einstigen Besitzers Adam von Trott, wiedergegeben.
Quelle u.a.: Fremdenverkehrsbüro Zehdenick