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Es ist anzunehmen, dass die Burg einen erhöhten
Zugang an der Ostseite über eine Zugbrücke o.ä.
besaß. Einstmals Eigentum der Rothenburger,
kam die Burg in den Besitz der Beichlinger und
schließlich der Schwarzburger Grafen – genauso
wechselten die eingesetzten Burgvögte. Mit der
rückläufigen
Bedeutung des Rittertums, war auch die
Erhaltung der Burg in Frage gestellt. Nicht zuletzt
war ihre Eigenständigkeit durch den Bau der
Stadtmauer eingeschränkt. So übergaben die Schwarzburger 1575 die Anlage an die Stadt. Aus
Niederschriften von Geschichtsschreibern ist
bekannt, dass bereits 1560 eine Hausmannswohnung in
der Burg hergerichtet wurde und eine Gesamtsanierung
derselben erfolgte. Die Hausmänner hatten die
Aufgabe die Stundenglocke zu läuten, nachts die
Viertelstunden mit dem Horn sowie auch
Brandausbrüche zu verkünden. Mit der Übergabe an die
Stadt erhielt der Turm einen neuen Turmknopf, der
bereits 1613 erneuert werden musste. Während dieser
Zeit wurde der Hausmannsturm als alte Burg
bezeichnet. Die zuvor bekannten Bezeichnungen
reichen von dem bereits erwähnten Frankenhaus 998
über Haus 1340, Oberhaus 1356, Oberburg 1381 bis zur
Burg 1485.
Die Auswirkungen des 30jährigen Krieges bis 1656
zehrten auch an der Bausubstanz des Hausmannsturmes,
dessen Instandsetzung auf 300 Gulden
veranschlagt wurde. Die Darstellung der Stadt durch
Merian 1650 lässt darauf schließen, dass eine
Instandsetzung der alten Burg erfolgt ist. Der Palas
war in Richtung Süden mit einem Stufengiebel
gestaltet und das großflächige Steildach mit
mehreren Gauben oder Erkern unterbrochen. Der
Bergfried war ein zylindrischer, überhöhter Turm mit
einer achteckigen Turmhaube mit sechs äußeren
Türmchen. Daraus aufsteigende sechs Stützen tragen
die obere Turmhaube mit der Spitze und dem
Turmknopf. Zwischen beiden Hauben war die
Stundenglocke angebracht. |