Ilsenburg  

- verschwundene Burg -

Im Jahr 995 wurde die königliche Jagdpfalz Ilsenburg erstmals erwähnt. Am 7. Juli jenes Jahres stellte Otto III. in der hoch über der Ilse gelegenen königlichen Jagdpfalz "Elysynaburg" einen Schutzbrief für das benachbarte Kloster Drübeck aus. Am 15. April 1003 schenkte König Heinrich II. der Halberstädter Kirche seine Jagdpfalz einschließlich Zubehör. Zwischen 1003 und 1018 erfolgte hier die Gründung des Klosters Ilsenburg. Die königliche Mannschaft siedelte auf die neu eingerichtete Burg Ilsestein um. Das blieb nicht ohne Folgen, da sie über 100 Jahre das Kloster bekämpfte. 1018 stattete Bischof Arnulf das neue Kloster in einer als Stiftungsbrief anzusehenden Urkunde mit Land und Zehnten aus der Schenkung König Heinrichs II. aus. Dazu gehörten immerhin 67,5 Hufe (ca.2000 Morgen) Land in Wasserleben, Veckenstedt, Wolfenbüttel und Goslar, außerdem neben Waldungen auch noch die Zehnten von 26 verschiedenen heute teilweise nicht mehr existierenden Ortschaften im nördlichen Harzgebiet. Arnulf besetzte das Kloster mit Mönchen des Benedektinerordens. Der erster Abt Enzilo wurde später Bischof von Brandenburg.

Quelle: Kloster Ilsenburg.de

BURGTYP:   Niederungsburg
ADRESSE:  
 38889 Blankenburg-Börnecke Landkreis Harz 
MUSEUM:     nein
GASTRONOMIE:    nein
HOTEL/PENSION:   keine Übernachtungsmöglichkeiten
BESICHTIGUNG:   
Gelände war frei zugänglich
BESONDERHEITEN:
Wer in der Gegend ist, sollte die Klosteranlage unbedingt besuchen. In den weitläufigen Hallen wird das Mittelalter lebendig. Mit etwas Phantasie (ähnlich wie in der Konradsburg) kann man die ehemalige Burg erahnen.

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besucht 2009