Nachdem Sophie Charlotte (Sophie Charlotte Herzogin von
Braunschweig und Lüneburg (umgangssprachlich „von
Hannover“ - * 30. Oktober 1668 in Bad Iburg; † 1. Februar
1705 in Hannover) ) ihrem Gemahl Kurfürst
Friedrich III. 1694 ihren Landsitz auf Caputh bei Berlin
zurückgegeben hatte, übergab dieser ihr am 30. Juni 1695 als
Ersatz das Dorf Lietze/Lützow etwa sieben Kilometer vor
Berlin sowie ein Grundstück. Im Jahr 1696 beauftragte Sophie
Charlotte den Architekten Johann Arnold Nering mit der
Planung und dem Bau einer Sommerresidenz. Allerdings starb
Nering schon einige Monate später und Martin Grünberg
übernahm die Ausführung des Ausbaus. Der Kernbau war zu
diesem Zeitpunkt noch sehr klein, er umfasste seinerzeit den
mittleren Teil mit zwei Risaliten. Außerdem wurde wegen der
Vorliebe der Königin für Opern und musikalische Darbietungen
ein freistehendes kleines Opernhaus errichtet. So wurde das
Schloss auch Sophie Charlottes Musenhof genannt. Am
11. Juni 1699 wurde das kleine Schloss eingeweiht und
seitdem von Sophie Charlotte als Residenz genutzt. Sein Name
wurde nach dem nahe gelegenen Dorf Lietzenburg/Lützenburg
gewählt.