Schloss Köpenick  

Das original erhaltene barocke Wasserschloss steht auf einer Insel, nahe des Köpenicker Altstadtkerns. Die Insel ist durch eine Brücke über den Schlossgraben mit dem Festland verbunden.

Die spätere Schlossinsel Köpenick wurde schon zu urgeschichtlicher Zeit besiedelt und ist neben Spandau und Cölln (Stadtmitte) eine der frühesten Siedlungsgebiete des heutigen Berlins. Hier fanden sich später slawische Burgwälle, eine slawische Burg entstand im 8. oder 9. Jahrhundert. Der Slawenfürst Jaxa von Köpenick regierte hier im 12. Jahrhundert. Mehrere Nachfolgebauten folgten, darunter auch eine spätmittelalterliche Kastellburg. Um 1245 eroberten die Askanier die Schlossinsel. Die Slawen wurden auf das östliche Ufer der Dahme umgesiedelt.

Nach dem Abriss der alten Gebäude (vermutlich um 1550) veranlasste 1558 Kurfürst Joachim II. von Brandenburg den Bau eines Jagdschlosses im Stil der Renaissance. Es wurde mit zwei Wohnflügeln und zwei Wehrmauern ausgestattet. Verantwortlich war der Baumeister Wilhelm Zacharias. Über diesen Bau wurde nur wenig überliefert; Größe, Anordnung und Verteidigungsstärke dürften aber etwas mächtiger gewesen sein als das erhalten gebliebene Jagdschloss Grunewald.

Für Kurprinz Friedrich (später Kurfürst Friedrich III. von Brandenburg, dann auch König Friedrich I. in Preußen) wurde das Schloss ab 1677 erweitert. Als Architekt war hierbei Rutger van Langervelt, ein gebürtiger Niederländer aus Nimwegen, verantwortlich. Der nördliche Pavillon entstand in den Jahren 1679–1682. Der Architekt Johann Arnold Nering folgte van Langervelt 1684 beim Schlossbau und ließ den Wirtschaftsflügel mit der reformierten Schlosskirche (eingeweiht am 6. Januar 1685) und zuvor bereits das Hoftor (1682) entstehen. Friedrich bewohnte das Schloss später mit seiner Gemahlin Elisabeth Henriette von Hessen-Kassel, die den Anstoß zum Bau der Kirche gegeben haben soll.

In den Folgejahren plante man die Errichtung einer dreiflügeligen Anlage. Der nördliche Pavillon wurde um einen Mitteltrakt ergänzt, ein südlicher Pavillon entstand neu. Das Schloss erhielt damit seine heutige Form und war bis 1690 ausgebaut.

In den Jahren 1693–1695 fanden Arbeiten am Corps de Logis statt, jedoch wurde der Plan eines dreiflügeligen Gebäudes bald verworfen.

Die Galerie wurde 1750 durch Vermauerung der Arkaden verändert.

Die beiden Torhäuser wurden 1804–1806 errichtet. 1884 wurden das Getäfel und ein Ofen eines Prunkzimmers aus dem schweizerischen Schloss Haldenstein an das Deutsche Gewerbemuseum (später Kunstgewerbemuseum) in Berlin verkauft. Später wurde es in das Schloss Köpenick eingebaut.

In dem Schloss befindet sich das Kunstgewerbemuseum der Staatlichen Museen zu Berlin.

Quelle: wikipedia

BURGTYP:   Schloss
ADRESSE:  
12557 Berlin  Schloss Insel 1 Stadtbezirk Köpenick  
MUSEUM:    ja
GASTRONOMIE:    vor der Schloss-Insel
HOTEL/PENSION:   keine Übernachtungsmöglichkeiten
BESICHTIGUNG:    Eintritt frei
BESONDERHEITEN:  
Schloss Köpenick
Schloss Koepenick_01

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Schloss Koepenick_02

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Schloss Koepenick_03

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Schloss Koepenick_04

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Schloss Koepenick_05

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Schloss Koepenick_06 Die Schlosskirche

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Schloss Koepenick_07

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Schloss Koepenick_08

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Schloss Koepenick_09 Torhäuser

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Schloss Koepenick_10

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Schloss Koepenick_11

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Schloss Koepenick_12

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Schloss Koepenick_13

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Eingang zur Kirche

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Schloss Koepenick_16

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Schloss Koepenick_17 Der Schlossgarten

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Schloss Koepenick_18

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Schloss Koepenick_19

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besucht: Januar 2012