Sommerschenburg (Schloss) 

1056 belehnte Heinrich IV die Grafschaft Seehausen neu, zu der auch Sommerschenburg gehörte. Der Belehnte war Graf „Lothar von Walbeck“, der sich nunmehr nach der Sommerschenburg benannte. Die Sommerschenburger wurden 1088 sächsische Pfalzgrafen, starben aber 1179 aus. Die Äbtissin „Adelheid von Quedlinburg und Gandersleben“, Schwester des letzten Pfalzgrafen, erbte die Burg und verkaufte sie an Erzbischof „Wichmann von Magdeburg“. Dieses führte zu Kämpfen mit dem sächsischen Herzog „Heinrich dem Löwen“. Sie zogen sich bis 1208 hin, wobei die „Sommerschenburg“ 1192 zerstört, aber unverzüglich wieder aufgebaut wurde. Im Jahre 1208 kam die „Sommerschenburg“ endgültig in den Besitz des Erzbistums Magdeburg. Im 30-jährigen Krieg wurde die Burg zerstört, nachdem 1626 Truppen des Verwesers des Bistums Halberstadt von ihr Besitz ergriffen. Es folgten die Kaiserlichen unter Wallenstein, die Dänen, die Schweden.  1680 gelangte die Burg in den brandenburgischen Besitz und wurde nun kurfürstliche Domäne und Amtssitz für die umliegenden Dörfer.  1807 wurde Sommerschenburg durch Napoleon an seinen General „Jean Marie Renè Savary, Herzog von Rovigo“ (1774 – 1833), übertragen. Als 1680 das Herzogtum zu Brandenburg kam, wurde sie brandenburgische und später preußische Domäne. Unter der französischen Herrschaft im Königreich Westfalen wurde sie dem französichen General Savary, Herzog von Rovigo, verliehen.  1815 bekam sie Generalfeldmarschall Graf Neidhardt von Gneisenau vom König von Preußen als Dotation für seine im Freiheitskrieg geleisteten Dienste.

Unter den Gneisenaus wurde das heute noch stehende Schloss Ende des 19.Jahrhunderts im neugotischen Stil neu erbaut.

Quelle: www.sommersdorf.de

BURGTYP:   Niederungsburg
ADRESSE:  
 39365 Sommersdorf OT Sommerschenburg Landkreis Börde
MUSEUM:   
nein
GASTRONOMIE:    nein
HOTEL/PENSION:   keine Übernachtungsmöglichkeiten
BESICHTIGUNG:    Burggelände nicht zugänglich
BESONDERHEITEN:   Der Zugang zum Schlossgelände war hermetisch abgeriegelt, ein Hinweis, daß das Betreten streng verboten sei . Das Schloss machte einen desolaten Eindruck.

Schloss Sommerschenburg
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besucht August 2010