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Die Stadt liegt zwischen der Prignitz und der Uckermark auf einer
Grundmoränenplatte nördlich von Berlin und südlich der Sanderflächen
der Mecklenburgisch-Brandenburgischen Seenplatte. Eine fast
erhaltene Stadtmauer (Baubeginn 14. Jahrhundert) umschliesst in
einem riesigen Oval die Altstadt.
Mehrere Stadtbrände (1604, 1621) und der
Dreißigjährige Krieg fügten der Stadt schwerste Schäden zu. Ein
Stadtbrand am 19. Juni 1711 war so verheerend, dass Gransee mit
neuem Stadtgrundriss neu aufgebaut wurde.
Eine alte Tradition: sollte jeder Besucher einen Stein
mitbringen, so geschehen in der Bauphase der Anlage, wo man dringend
das Baumaterial benötigte. Der Name Gransee kommt aus dem Althochdeutschen
(Mittelniederdeutschen) von grans für Schnabel, Spitze, Horn,
oder, was weniger wahrscheinlich ist, grand/grant für Kies,
Sand. Der zweite Teil des Namens dürfte vom mittelniederdeutschen
oie oder altniederdeutschen ouwie für Aue, Land
am Wasser oder Insel stammen. Im Jahr 1262 schreibt sich
Gransee Grasoyge, 1267 Gransoye, 1285 und 1290
Granzoye, 1333 Granzowe und 1373 Gransoge.
Erhalten sind:
das Ruppiner Tor
(erbaut etwa 1450), der
Pulverturm (auch im 15. Jahrhundert erbaut),
die Stadtmauer mit ihren Wiekhäusern (erbaut
14. Jahrhundert)
Zur Stadtbefestigung gehört ebenfalls der
südwestlich vorgelagerte
Wartturm im
Granseer Stadtwald. |