Archäologische Funde belegen, dass das heutige
Stadtgebiet seit der
jüngeren Steinzeit besiedelt wurde. Nachdem bereits ab
dem 7. Jahrhundert verstärkte Siedlungstätigkeiten durch
slawische Stämme zu beobachten waren, entwickelte sich
das Gebiet im 10. bis 13. Jahrhundert zu einem zentralen
Siedlungs- und Burgkomplex. Gegen Ende des 12.
Jahrhunderts riefen die
Herzöge von Pommern im Rahmen des
hochmittelalterlichen Landesausbaus in der Germania Slavica
zahlreiche niederdeutsche Siedler in das Gebiet, die neue
eigenständige Siedlungen anlegten. Prenzlau wird erstmalig 1187 urkundlich erwähnt. 1188
wird es näher beschrieben als Burgort mit Markt und Krug
(castrum cum foro et taberna). Der 1234 mit Stadtrecht versehene Zentralort war aus drei
Siedlungskernen zusammengewachsen. Im 13. Jh.
begann der Bau des Mauerrings, mit den Untergeschossen der
Türme (des Stein-, des Blindower und des Kuhtores), mit
Granitfindligen. Eine umfangreichere Bautätigkeit setzte im
14. Jahrhundert ein. Die Wehrbauten wurden vermehrt und
verstärkt, die Stadtmauer und die zum Teil neu eingefügten
Wiekhäuser erhöht.