Im Jahr 1530 wurde er erstmalig erwähnt. Seine konkrete Nutzung ist weitgehend unbekannt. Man vermutet, dass er als Wohnsitz von Ministeralen diente. Dies würde auch erklären, warum er nicht unmittelbar in die Stadtmauer integriert war. Bis 1910 wurde der Turm als Gefängnis genutzt. Aus dieser Zeit stammen auch die sich im Inneren des Turms befindenden schweren Gefängnistüren. Später diente er als Obdachlosenasyl und um 1940 als Jugendherberge.
Der Turm besitzt drei Etagen, seine Mauern sind ca. ein Meter dick. Etwa zwei Meter unterhalb des heutigen Straßenniveaus erkennt man noch die Tordurchfahrt mit der alten Straße. Man nimmt an, dass das alte Straßenniveau im Rahmen der Stadtplanung aufgeschüttet wurde. Der Turm wurde in der Gegenwart restauriert. Heute werden die Räume als Ausstellungsräume genutzt. Insbesondere zur Museumsnacht und zum Tag des offenen Denkmals kann man den Turm besichtigen. Ferner sind Führungen buchbar. In unmittelbarer Nähe zum Kuhturm befindet sich der Hexenturm.
Quelle: wikipedia
Die Stadt Burg wird am 1. Oktober 948
erstmals erwähnt. Die ottonischen Könige begannen im
10. Jahrhundert ihre Eroberungspolitik. Im Jahre 928
eroberte Heinrich I. Brandenburg. Sein Sohn Otto gründete
948 das Bistum Brandenburg. In der Stiftungsurkunde wird die
Stadt Burg erstmals urkundlich erwähnt. Um ihren Einfluss zu
sichern, zogen vor allem Albrecht der Bär und Erzbischof
Wichmann flämische Siedler in das Burger Land. Der
Dreißigjährige Krieg brachte viel Leid über die in Burg
ansässige Bevölkerung. Zahlreiche Einquartierungen und
Durchzüge, die wiederholt zu Feuersbrünsten führten, ein
Artilleriebeschuss und eine Generalplünderung 1644 brachte
die Stadt an den Rand des Verderbens, vor dem sie auch der
Schutzbrief des Generals Pappenheim nicht bewahrte. Der
General zog Ende Januar 1631 durch Burg, um zu helfen,
Magdeburg zu erobern. Im Prager Frieden 1635 wurde Burg
Kursachsen zugesprochen, 1687 aber von Herzog Johann Adolf
I. von Sachsen-Weißenfels an Brandenburg-Preußen verkauft.