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Von 1427 bis 1467 erhielt die
Stadtmauer ihre Ausformung. Durch eine zweite parallele Stadtmauer
mit einem dazwischen liegendem Zwinger wurde sie erweitert und
verstärkt. Das Rondell wurde bis zum 30-jährigen Krieg als
Verteidigungswerk erhalten und gehört zu den Größten im
deutschsprachigen Raum. Die
Verleihung der Stadt- und Marktgerechtigkeit an die jüngere
Staßfurter Siedlung muß vor 1180 durch die Askanier erfolgt
sein, da Staßfurt in den Quellen erstmals 1180 als befestigte
Stadt bezeichnet wird. Sie war bereits zu dieser Zeit eine
wohlbefestigte Stadt. Mit Ausnahme der
Nordseite (von außen nach innen betrachtet) wurde sie von einem
Wall, dem Wallgraben, der äußeren und der inneren Stadtmauer
umgeben. An den Knickpunkten war die äußere Stadtmauer durch
Rundteile (Rondelle) verstärkt, an der inneren Stadtmauer waren die
Wachtürme angebaut. Der Geländestreifen zwischen äußerer und innerer
Stadtmauer war der "Zwinger", das Aufmarsch und Übungsgelände der
Stadtmannschaften. Die Stadttore, Magdeburger Tor, Wassertor und Aschersleber Tor, waren ebenfalls durch Turmanbauten gut geschützt.
Die Sicherung der Stadt wurde noch wesentlich erhöht durch den
Bodelauf an der Nordseite, durch die stark bewehrte Burg im Westen
und durch Sumpfgelände im Süden. Nur von der Ostseite her (heute
Gollnowstraße)konnte die Stadt vom Land aus direkt angegriffen
werden. Deshalb waren hier die Befestigungsanlagen besonders gut,
groß und massiv gebaut.
Quelle: Reuter/Strecke -
Chronik der Stadt Staßfurt |